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GESCHICHTE

Geburtsstunde 1871 – 2000
... endete die Förderung des schwarzen Golds
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November 1871: In einem Essener Gasthof wird die Gewerkschaft Ewald gegründet. Der Name geht zurück auf den Mitgründer, den Essener Unternehmer Ewald Hilger, der auch zu den Gründern der Essener Actienbrauerei gehörte.

März 1872: Erster Spatenstich für die Abteufung von Schacht I in Herten.

1877: Die Kohleförderung auf Ewald beginnt; 210 Mitarbeiter fördern über 23.800 Tonnen/Jahr.

12. Juni 1887: Ewald Hilger, Gründer der Zeche Ewald, stirbt. Er wurde nur 53 Jahre alt.

1892 und 1897: Beginn der Kohleförderung auf den Schächten II, III/IV.

1907 und 1911: Die Schächte V und VI kommen hinzu.

1914-1918: I. Weltkrieg. 92 Beamte und 2.571 Arbeiter des Bergwerks Ewald werden zum Kriegsdienst eingezogen. 510 verlieren ihr Leben.

1931: Im Zuge der Weltwirtschaftskrise müssen die Kumpel eine sechsprozentige Lohnkürzung hinnehmen.

Juni 1935: Die Gewerkschaft des Steinkohlebergwerkes Ewald wird mit der Gewerkschaft König Ludwig (RE) in die Bergbau AG Ewald-König Ludwig zusammengefasst.

1939 - 1945: Über 3.400 Menschen werden auf Ewald im II. Weltkrieg zur Zwangsarbeit herangezogen. Die Bergbau AG gehört zu den „Reichswerken Hermann Göring“. Kurz vor Kriegsende zünden Poniere Sprengladungen an der Fördermaschine und im Maschinen-Haus von Schacht I – beide sind nach der Explosion unbrauchbar.

1945: Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten finden Arbeit im Bergbau. Auf Ewald wie auf anderen Bergwerken gibt es für die Kumpel Zusatzverpflegung: vor der Anfahrt eine gut belegte doppelte Schnitte, nach der Ausfahrt einen Liter Suppe.

Februar 1949: Abteufarbeiten für Schacht VII beginnen.

1958: Die Bergbaukrise beginnt, die ersten Zechen schließen.

Dezember 1959: Aus der Ewald-König Ludwig AG wird die Ewald-Kohle AG.

Dezember 1971: Bei einem Gebirgsschlag lassen sieben Bergleute ihr Leben.

1987: Demonstrationen in der Hertener Innenstadt – die Angst vor der Streichung von etwa 15.000 Arbeitsplätzen auf den drei Hertener Zechen geht um. Motto: „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt.“

1995: Mahnwachen vor der bundesweiten Kohlerunde.

Februar 1997: 18.000 Hertener stehen in einer Menschenkette für den Bergbau quer durchs Revier.

April 1997: Verbund mit dem Gelsenkirchener Bergwerk Hugo, Ewald ist alleiniger Förderstandort.



Oktober 1997: Die Ankündigung: Auf Ewald soll 2002 Schluss sein.

28. April 2000: Das traditionsreiche Bergwerk Ewald I/II/VIII stellt die Kohleförderung ein und wird geschlossen.

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