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25.000 Gäste und 100 Shows in nur neun Monaten – RevuePalast Ruhr in Herten legt Erfolgsbilanz für die erste Spielzeit vor

Mehr als 100 glamouröse Shows, 25.000 begeisterte Gäste und 90 Prozent Auslastung: Wenn der RevuePalast Ruhr in Herten am 17. Juli seine erste „Show verkehrt“ feiert, gibt es vor und hinter der Bühne nur zufriedene Gesichter. „Der Start ist hervorragend gelungen. Die große Kunst der Travestie ist zu neuem Glanz wiedererwacht – im Herzen des Ruhrgebiets“, resümiert Prinzipal Christian Stratmann, der den RevuePalast Ruhr mit 290 Plätzen in der historischen Heizzentrale des ehemaligen Bergwerks Ewald in Herten im Oktober 2009 aus der Taufe hob.
Triumphe feiert die Show des schönen Scheins seitdem ganz besonders bei weiblichen Gästen. Ihr Anteil in der Besucherstatistik liegt bei 61 Prozent. Jeder vierte Besucher ist im Kreis Recklinghausen zu Hause, gefolgt von Herne (14,6 Prozent), Gelsenkirchen (11,3), Essen (9,5) und Bochum (8,3). Besonders hoch ist der Zuspruch Auswärtiger: Jeder 10. Gast reist von außerhalb NRW nach Herten, um die Show zu sehen. Ausgewogen präsentiert sich nach dem Alter die Zusammensetzung der Gäste: Jeder zweite Gast ist jünger als 50. Stratmann: „Unser Showprogramm verbindet die Generationen. Amy Winehouse und Lady Gaga treten neben Milva, Ilse Werner und der Knef aus. Und alle haben ihren Spaß daran – die Jungen und die Junggebliebenen.“
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Erwartungen übertroffen
Die erste Spielzeit 2009/2010 haben sie also mit Bravour gemeistert – der Prinzipal und die „Königinnen der Nacht“ des Travestie-Ensembles „Femme Fatale“ unter Leitung des Essener Show-Regisseurs Ralf Kuta. Kuta alias Dannyboy steht übrigens selbst als Marlene Dietrich oder Hildegard Knef auf der Bühne. Jeden Abend lauschen sie aufmerksam, was die Gäste über die Show erzählen. Und wenn Lalo, Lady Tatti, Carlos oder Jeanny nach getaner Unterhaltungsarbeit so durchs Publikum streifen, hören sie immer wieder den einen Satz: „Ich bin überrascht, denn so etwas Tolles habe ich nicht gar erwartet.“
Viele Asse im Ärmel
Die Überraschung verwundert nicht. Wer aus der stetig wachsenden Gästeschar weiß schon, dass Show-Regisseur Ralf Kuta mehr als 80 verschiedene Nummern mit den jeweils passenden Kostümen und Accessoires in seinem Repertoire hat. Auf die Auswahl verwendet der 50-jährige Essener höchste Sorgfalt. „Nicht nur der Prinzipal, auch das Publikum im RevuePalast Ruhr ist sehr, sehr anspruchsvoll. Jeden Abend spornt es uns zu Höchstleistungen an“, sagt Kuta. Was auf die Bühne darf, durchläuft zuvor einen strengen Qualitätscheck. Nummern „unterhalb der Gürtellinie“ haben grundsätzlich gar keine Chance. Die Kostüme müssen perfekt stimmen, die Choreographie, der Gesang, die komplette Optik. Fast täglich wird auf der riesigen Bühne der Heizzentrale eisern trainiert. „Unser Ziel ist es, unsere Position als Nummer eins unter den Travestie-Ensembles in Deutschland weiter auszubauen“, so Kuta voller Selbstvertrauen: „Wir sind top-frisch, geben jeden Abend richtig Gas und haben noch viele Asse im Ärmel.“
Nachfrage neu geweckt
Der Zuspruch von Gästen und Künstlern lässt auch Prinzipal Christian Stratmann mit Zuversicht in die Zukunft blicken: „Der Mondpalast von Wanne-Eickel hat 2004 das Volkstheater neu erfunden. Der RevuePalast Ruhr in Herten bringt seit 2009 die alte Kunstform der Travestie zu neuer Blüte.“ Gezeigt werde Travestie, wie sie früher war, attraktiv, anregend, auf höchstem Niveau, aber weit entfernt von der Schwulen- oder Schmuddelecke. Stratmann: „Unsere Gäste sind fasziniert von diesem Zauber der Verwandlung. Travestie lebt von der puren Illusion, die ein paar kostbare Sekunden lang glauben macht, dass vielleicht doch Milva oder Michael Jackson vorn auf der Bühne singen.“ Die besondere Atmosphäre der historischen Heizzentrale bilde den idealen Rahmen, um dieses fast vergessene Juwel aus der großen Zeit der Unterhaltung wieder zum Leuchten zu bringen, so Stratmann: „Ein glanzvolles Show-Theater für die Kunst der Travestie – das ist es, was eine Metropole und eine Kulturhauptstadt brauchen. Wir haben mit unserer neuen Bühne keinen Bedarf befriedigt, sondern eine Nachfrage neu geweckt.“
Turbulent-verrückt in die Spielpause
Mit einer turbulent-verrückten „Show verkehrt“ feiert der RevuePalast Ruhr die Erfolge der ersten Spielzeit. Nach einer kurzen Sommerpause geht es am 14. August 2010 schon weiter. Erste große Highlight ist die Geburtstagsshow „Goldener Oktober“ anlässlich des einjährigen Theater-Bestehens.
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